Auf Initiative von Kay-Michael Dankl wurde die namenlose Treppe auf den Mönchsberg neu benannt
117 Granitstufen führen von der Reichenhaller Straße in der Riedenburg auf den Mönchsberg. Heute, Donnerstag, hat die Stadt der bisher namenlosen Treppenanlage eine neue Bezeichnung verliehen. Sie erinnert an die Musikerin Alma Rosé, die als Frau eine Pionierin in der Musik war und vom Nazi-Regime verfolgt wurde. Die Initiative ging im Sommer 2024 von der KPÖ PLUS aus, die mit Unterstützung von SPÖ und Bürgerliste die Benennung für Alma Rosé anregte. Anlass war die Generalsanierung der 1892 errichteten Stiege durch die städtische Bauabteilung. Die Neubenennung wurde im Dezember mit breiter Mehrheit im Gemeinderat beschlossen – nur die FPÖ stimmte dagegen.
„In Salzburg sind mehr Straßen nach Nazis benannt als nach Frauen. Die Benennung der Mönchsberg-Stiege nach Alma Rosé ist eine Würdigung und ein Beitrag gegen das Vergessen. Der Vorschlag ist in Abstimmung mit dem KZ-Verband und dem Historiker Gerd Kerschbaumer vom Personenkomitee Stolpersteine entstanden“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl: „Dass die Neubenennung im Gedenkjahr zu 80 Jahren Befreiung umgesetzt wird, ist ein schönes Zeichen, wie ernst die Stadt ihre erinnerungspolitische Verantwortung nimmt.“
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