Seit Jahresbeginn gelten im Paracelsusbad der Stadt Salzburg neue Eintrittspreise. Die Tarife für die Sauna und das Hallenbad sind aufgrund gestiegener Energie- und Personalkosten angehoben worden. Trotzdem bleibt das Bad ein Zuschussbetrieb, der auf Querfinanzierung angewiesen ist. „Viele haben dafür Verständnis, dass bei steigenden Betriebskosten auch die Tarife angepasst werden. Aber bei den Preisen für Familien und Vielschwimmer gehört nachgebessert“, sagt Cornelia Plank, Klubobfrau im Gemeinderat und Vertreterin der KPÖ PLUS im Aufsichtsrat der TSG. Als ehrenamtliche Rettungsschwimmerin ist sie mit dem Thema der Badeinfrastruktur bestens vertraut.

Lösung für Familien gefordert
„Seit Jahresbeginn umfasst die Familienkarte nur mehr ein Kind. Für jedes weitere Kind muss man zusätzliche Karten kaufen. Eine Familie mit zwei Kindern zahlte für vier Stunden bisher 20 Euro. Seit Jahresbeginn sind es 26,40 Euro. Bei drei Kindern zahlt eine Familie sogar 32 Euro für vier Stunden im Bad. Das ist zu viel“, sagt Plank.

Jahreskarte für Alltagsschwimmer
Auch bei den Tarifformen wurde geschraubt. Statt der 2-Stunden-Karte gibt es eine für 2,5 Stunden. Wer länger bleibt, zahlt nicht mehr für jede zusätzliche halbe Stunde, sondern springt automatisch in den nächsthöheren Tarif. „Alltagsschwimmer zahlten bisher 6 Euro für zwei Stunden, jetzt sind es 8 Euro für zweieinhalb Stunden. Wer nach der Arbeit ein paar Längen schwimmt, braucht aber keine 2,5 Stunden, sondern maximal eine Stunde. Hier braucht es eine praktische Lösung, z. B. eine günstige Jahreskarte für Vielschwimmer. Das nützt den Salzburgern“, sagt Plank, die den Vorschlag bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im März auf den Tisch bringen wird. Über die konkreten Preiserhöhungen mit Jahresbeginn war der Aufsichtsrat nicht informiert worden.

Aktiv:Karte gilt erstmals für Hallenbad
Schon bei der Eröffnung des Paracelsusbades 2019 hat sich die KPÖ PLUS für günstige Eintrittspreise stark gemacht. „Neu ist, dass Salzburger mit niedrigen Einkommen, die eine Aktiv:Karte haben, an Montagen kostenlos baden können. Das hilft vielen Mindestpensionisten und Mindestpensionistinnen und ist eine schöne Verbesserung“, sagt Plank.