„Das letzte Mal, als die ÖVP einen 7,5-Minuten-Takt versprochen hat, verschlechterte sich der Zehn-Minuten-Takt zum Viertelstunden-Takt. Insofern muss man sich bei Obus-Versprechen der ÖVP ein bissl fürchten“, sagt Gemeinderat Kay-Michael Dankl zu den heute präsentierten Plänen: „Dass nur bei drei Obus-Linien der Zehn-Minuten-Takt zurückkehren soll - und das erst Ende 2024 - ist enttäuschend.“ Positiv ist der Ausbau der kreisförmigen Verbindungen. Auch dass die Verbindungen rund um das Stadtzentrum aufgewertet werden, ist positiv.


„Dass Stadt und Land bei den fehlenden Busfahrern nur sagen: Wenn wir kein Personal finden, dann geht es eben nicht, ist eher ein Ausdruck von Einfallslosigkeit und Schicksalsergebenheit. Nach jahrelanger Konzeptarbeit ist das etwas wenig“, sagt Dankl: „Wenn der Obus aber weiter im Stau steckt, ist nichts gewonnen. Es braucht flächendeckend einen Vorrang für den Obus.“ Unklar bleibt, wie die hochflurigen Postbusse den Stadtverkehr mit Rücksicht auf Barrierefreiheit für Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl bespielen sollen.

Gerne vergessen wird bei den großen Strategiekonzepten auf „kleine“ Maßnahmen, die aber Großes bewirken könnten. „Im letzten Sommer haben wir als KPÖ PLUS mit einer Haltestellen-Safari aufgezeigt, wie viele Haltestellen keine Sitzbank, keine Echtzeitanzeige und keine Überdachung haben“, sagt Landtags-Verkehrssprecherin Sarah Pansy: „Es braucht auch Fahrkarten-Automaten an mehr Haltestellen. Der Fahrkartenverkauf im Bus sorgt für längere Fahrzeiten und verpasste Anschlüsse."